“Viele längst vergess’nen Geister…


… heißen Dich willkommen in der Eisigen Wirklichkeit
Eine CD Rezension, mit winzigem Rückblick auf das Konzert 😉

Coverbild der Single 'Eisige Wirklichkeit' Gestern war der offizielle Release-Termin für die Single “Eisige Wirklichkeit” von ASP. Dennoch – die treuen Fans von ASP haben ihre Version schon ab 06.03. in den Händen halten dürfen – hier fand also mal wieder ein sehr früher Versand statt. Es lohnt sich eben, bei ASP direkt zu bestellen.

Ich denke, alle Fans, die schon von vorn herein wussten, dass sie die Single haben wollen, haben sie inzwischen – somit kann ich nicht mehr all zu viel spoilern. Für den Unschlüssigen könnte diese Rezension aber vielleicht noch eine Kaufentscheidung beeinflussen? Schreibt, mir, falls ja 😉

Bevor ich in die Rezension selbst einsteige noch ein paar Worte vorweg: In der Regel kaufe ich mir keine Singles, und es fällt mir auch sehr schwer, diese zu bewerten. Wie bei allen Rezensionen gilt generell, dass sie auch stark subjektiv ist. Ich bin kein professioneller Musik-Kritiker, der das Schaffen von ASP nach technischen Maßstäben bewerten kann. Ich glaube aber, gerade das ist interessant. Wenn ich Rezensionen lese, interessieren mich die subjektiven Eindrücke von Menschen, bei denen ich einschätzen kann, wie die musikalischen Vorlieben sind (und ob diese meinen gleichen), viel mehr, als ein redaktionell perfekte und musiktechnisch einwandfreie Sezierung eines Stückes. Wie aber eine Single bewerten? Ich denke hier müsste ich mal generell ein paar “Leitlinien und Maßstäbe” verfassen, wie ich es auch schon für die Comic-Rezensionen getan habe (immerhin nimmt das hier musikalisch so langsam wirklich überhand!). Generell habe ich mich entschlossen, bei Single-Auskopplungen um einiges strenger zu rezensieren, als es bei der letzten Single der Fall war; nun sind die Songs ja bekannt also sollte auch ein größerer Anreiz geschaffen werden, eine solche CD zu kaufen. Es ist natürlich auch legitim, die Album-Version mit beizulegen. Interessant für die Besitzer des Albums sind aber, denke ich, die davon abweichenden Versionen. Schafft es der Musiker, die Songs noch einmal in einem anderen interessanten Gewand auf eine Art und Weise darzustellen, dass sie eine völlig neue Facette des Songs zeigen? Um mich selbst zu Zitieren:

Eigentlich kaufe ich mir ja kaum Singles, weil 3 mal das selbe Lied mit anderem Rhythmus im Hintergrund ist mir normalerweise zu irgendwie zu doof (…)

Und dennoch – das man Songs auf eine Weise bearbeiten kann, dass sie etwas völlig Neues bieten – das haben schon einige Musiker hinbekommen; auch ASP, denke man nur an die wundervolle neue Version von “Werben” auf der Horror Vacui (welche meiner Meinung nach alleine den Kauf des Werkes wert ist! Das unglaublich schöne neue Geigenspiel! ♥). Wobei wir auch gar nicht so weit zurück gehen brauchen: Die “Angstkathedrale” auf dem Album fremd zeigt in der “Meditation Church”-Version, wie man aus einem Song eine völlig neue Facette entlocken kann (siehe auch meine Rezension).

Ja, genau so etwas erwarte ich – wenn das glückt, und dabei auch noch Werke entstehen, die mir gefallen, dann haben die Songs ihre 5 Sterne sicher. Ansonsten werde ich im 0-2-Sterne-Bereich bleiben – was für ein-zwei Songs ja auch völlig ok und legitim ist.

Also lasst uns doch mal schauen, wie sich das neue Werk von ASP so macht?

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The Little Regrets are sometimes pretty reckless


Thumbnail, welches mir sofort ins Auge sprang
Ja, manchmal ärgert es mich schon, etwas nicht getan zu haben. Letztes Jahr beispielsweise, da habe ich mich gegen ein Konzertbesuch von Evanescence, die seit etlichen Jahren endlich wieder ein Album heraus gebracht hatten, und mit diesem auch Deutschland besuchen wollten.

Der eine Grund waren die Orte – so traten Evanescence lediglich an vier Standorten in Mittel und Süddeutschland auf und die Städte Offenbach, Düsseldorf, Berlin und München sind einfach mal fast schon eine Tagesreise für sich.

Dennoch, tatsächlich hätte sich München – der Ort der am weitesten weg war – sogar angeboten, da wir dort sogar eine Übernachtungsmöglichkeit gehabt hätten. Doof nur, wenn zu einer Reise die für sich schon gute 100€ im allergünstigsten Fall kostet (Billigflieger), auch noch eine genau so teure Eintrittskarte kommt, dann denkt man halt nach, ob einem das wirklich wert ist. Vor 10 Jahren noch hätte ich wahrscheinlich nicht gezögert, aber Evanescence ist eine Band die sich sehr durch den Kommerz geändert haben, und die heute einfach nicht mehr das sind, was sie noch damals bis zu ihrem offiziellem Debütalbum Fallen (das eigentlich keines ist, denkt man an das Album Origin, oder die EPs “Evanescence”, “Sound Asleep/Whisper” oder “Mystary”, die alle vor “Fallen” kamen) und die wenigen Jahre danach waren.

Ärgern tut mich jetzt aber tierisch, dass ich, durch Zufall erfahren habe, wer die Vorband The Pretty Reckless eigentlich tatsächlich ist. Da stoße ich doch bei meiner Recherche für meinen Artikel zur Band Dead Can Dance auf den oben angegebenen Thumbnail, und denke mir: Das Mädel kennst Du doch? Aber was hat die denn auf einer Musik-Seite zu tun? Oder verwechselst Du sie gerade nur?

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Dead Can Dance: Kostenlose EP


Logo der Band 'Dead Can Dance' Ja, in letzter Zeit schreibe ich irgendwie viel über Musik. Aber macht ja nichts, ihr könnt es ja, wie gesagt, weiterhin als meinen kleinen Beitrag zum weißen März sehen (wie gemein, dass ich immer noch nicht geschrieben habe, was es damit eigentlich genau auf sich hat, aber immerzu davon rede).

Ich bin vorhin selbst gerade erst drüber gestolpert: Eine kostenlose EP der Band “Dead Can Dance“, mit dem Namen “Happenings Live – Part III“. Was ihr dafür machen müsst? Auf die offizielle Seite gehen, und euch für den Newsletter von Dead Can Dance eintragen. Schon bekommt ihr eine Mail mit einem persönlichen Download-Link, und seit alsdann stolzer Besitzer der EP. Die EP beinhaltet Stücke der letzten Tour von 2005 und die III ist ein Hinweis darauf, dass es schon eine I und II gab, die auf gleiche weise auf der Webseite zu erstehen waren. Dabei hat jede EP ihren Vorgänger ersetzt – die anderen zwei EPs gibt es zwar noch auf mehreren anderen Seite zum Download, ich weiß allerdings nicht, ob das dann noch legal ist – die Webseite schweigt dazu leider. Es lohnt sich folglich aber, immer mal wieder auf die Seite zu schauen, vielleicht gibt es ja auch eine vierte oder gar fünfte EP?

Dead Can Dance? Lest weiter 😉

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Janus


Eines der inoffiziellen Logos der Band 'Janus'

Aus der Reihe der Beiträge zum “weißen März” hier eine freudige kleine Nachricht an alle Fans der Band Janus: Janus hat seinen Online-Shop geöffnet, und wartet hier sowohl mit einigen Klassikern, als auch einem komplett neuem Doppel-Album auf.

Diese Nachricht mag für Szene-unbekannte jetzt nur müdes Schulterzucken hervorrufen – um es aber mit den Worten von Ingo ‘monozelle’ Römling zu sagen:

Ich traf gestern einen Herrn von einer Band, von der man in der Szene sehr lange nichts gehört hat. Man wird demnächst wieder was von ihnen hören. Was ich für eine mittlere Sensation halte. Ich glaube, das wird was ganz besonderes.

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“Have you ever seen a violinist really rock out??” (Lindsey Stirling)


Man könnte es auch “If it was possible to fall in love with music… – Part 2” nennen (in Anspielung auf einen alten Beitrag von mir).

Selten passiert es, dass ich 1-2 Stücke das erste mal höre, und sofort begeistert von der Musik bin. Heute ist ein solch seltener Moment, und die Musik die es mir diesmal angetan hat, stammt von der lieben Dame Lindsey Stirling. In den Staaten ist sie wohl bekannter als in Deutschland, dort spielt sie nämlich unter anderem die Halbzeitshows der NBA, was einem natürlich ein breites Publikum beschert.

Meine neue Musikliebe: Lindsey Stirling

Als Vorband von anderen Künstlern, sowie in Kooperation mit anderen Musikern brachte sie schon einige Lieder raus, seit 2010, seit sie in America’s Got Talent aufgetreten ist, und seit dem vor allem als “Hip Hop Violinist” bekannt ist, bringt sie nun aber auch professionell gestaltete eigene Sachen raus.

Auch davor schon hat sie eigene Sachen gemacht, die sie vor allem über ihren YouTube Kanal herausgebracht hat. Insgesamt promotet und vermarktet sie sich primär über YouTube. Nun aber lassen sich auch die ersten Songs käuflich erwerben – bisher leider nur als MP3-Downloads über iTunes – zum Teil aber auch in Eigenvertrieb auf ihrer (so wie es aussieht heute gelaunchten) Webseite. Hier finden sich neben den Songs übrigens auch Notenblätter zu den Songs, die sie größtenteils auch selbst komponiert hat, ebenfalls zum Kauf.

Und was für Musik macht sie nun so? Also ihre Auftritte sind meist eine Mischung aus Hip Hop mit Breakdance und Geige – wobei sie sich mit der Geige selbst ebenfalls ordentlich bewegt und Teil der Choreographie der Hintergrundtänzer ist.

Also, lasst uns doch mal angucken, wie es aussieht, wenn eine Violinistin abrockt!

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