Annwn


Manchmal mach ich verrückte Sachen; und manchmal kommen dabei richtig gute Dinge bei raus. Ich bin ja ein bekennender Mittelalter-Fan, mit allem was dazu gehört – eben auch Musik. Und natürlich muss jede aktuelle Mittelalterband neben eigenen Kreationen auch ein paar Klassiker im Gepäck haben: Authentische Mittelaltersongs, die aufgrund ihres Alters in das Allgemeingut übergegangen wind und von jedem bedenkenlos gespielt werden können. Da es nur sehr wenige übermittelte Lieder (vor allem mit Noten) gibt, ist das, was dabei heraus kommt eine recht überschaubare Menge an Songs, in etlichen Interpretationen. Ein solcher Song wäre beispielsweise das Palästinalied, dass sich in fünffacher Ausführung bei mir findet, ein anderes Herr Mannelig. Zweiteres mag ich sehr gerne, und weil ich diesen Song zwar 5 mal in meiner Musiksammlung habe, allerdings nur von drei Interpreten (In Extremo, Haggard und Dunkelschön), musste da mal was gegen getan werden, fand ich. Also gegooglet, gefunden, und bei einem günstigen MP3-Anbieter gekauft…

So auch in der Version von Annwn. Und nachdem ich die im Spieler hatte, musste die Platte her. Das ist ja der reine Wahnsinn. Absolut großartige Interpretationen einiger bekanntere Lieder – in die anderen Sachen habe ich noch nicht intensiv reingehört, aber mein erstes Fazit ist “Wow”. Die sollten in keiner guten Mittelaltersammlung fehlen!

Hier einmal eine kleine Kostprobe:

(diese GEIGE!!!!)

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The Little Regrets are sometimes pretty reckless


Thumbnail, welches mir sofort ins Auge sprang
Ja, manchmal ärgert es mich schon, etwas nicht getan zu haben. Letztes Jahr beispielsweise, da habe ich mich gegen ein Konzertbesuch von Evanescence, die seit etlichen Jahren endlich wieder ein Album heraus gebracht hatten, und mit diesem auch Deutschland besuchen wollten.

Der eine Grund waren die Orte – so traten Evanescence lediglich an vier Standorten in Mittel und Süddeutschland auf und die Städte Offenbach, Düsseldorf, Berlin und München sind einfach mal fast schon eine Tagesreise für sich.

Dennoch, tatsächlich hätte sich München – der Ort der am weitesten weg war – sogar angeboten, da wir dort sogar eine Übernachtungsmöglichkeit gehabt hätten. Doof nur, wenn zu einer Reise die für sich schon gute 100€ im allergünstigsten Fall kostet (Billigflieger), auch noch eine genau so teure Eintrittskarte kommt, dann denkt man halt nach, ob einem das wirklich wert ist. Vor 10 Jahren noch hätte ich wahrscheinlich nicht gezögert, aber Evanescence ist eine Band die sich sehr durch den Kommerz geändert haben, und die heute einfach nicht mehr das sind, was sie noch damals bis zu ihrem offiziellem Debütalbum Fallen (das eigentlich keines ist, denkt man an das Album Origin, oder die EPs “Evanescence”, “Sound Asleep/Whisper” oder “Mystary”, die alle vor “Fallen” kamen) und die wenigen Jahre danach waren.

Ärgern tut mich jetzt aber tierisch, dass ich, durch Zufall erfahren habe, wer die Vorband The Pretty Reckless eigentlich tatsächlich ist. Da stoße ich doch bei meiner Recherche für meinen Artikel zur Band Dead Can Dance auf den oben angegebenen Thumbnail, und denke mir: Das Mädel kennst Du doch? Aber was hat die denn auf einer Musik-Seite zu tun? Oder verwechselst Du sie gerade nur?

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“Have you ever seen a violinist really rock out??” (Lindsey Stirling)


Man könnte es auch “If it was possible to fall in love with music… – Part 2” nennen (in Anspielung auf einen alten Beitrag von mir).

Selten passiert es, dass ich 1-2 Stücke das erste mal höre, und sofort begeistert von der Musik bin. Heute ist ein solch seltener Moment, und die Musik die es mir diesmal angetan hat, stammt von der lieben Dame Lindsey Stirling. In den Staaten ist sie wohl bekannter als in Deutschland, dort spielt sie nämlich unter anderem die Halbzeitshows der NBA, was einem natürlich ein breites Publikum beschert.

Meine neue Musikliebe: Lindsey Stirling

Als Vorband von anderen Künstlern, sowie in Kooperation mit anderen Musikern brachte sie schon einige Lieder raus, seit 2010, seit sie in America’s Got Talent aufgetreten ist, und seit dem vor allem als “Hip Hop Violinist” bekannt ist, bringt sie nun aber auch professionell gestaltete eigene Sachen raus.

Auch davor schon hat sie eigene Sachen gemacht, die sie vor allem über ihren YouTube Kanal herausgebracht hat. Insgesamt promotet und vermarktet sie sich primär über YouTube. Nun aber lassen sich auch die ersten Songs käuflich erwerben – bisher leider nur als MP3-Downloads über iTunes – zum Teil aber auch in Eigenvertrieb auf ihrer (so wie es aussieht heute gelaunchten) Webseite. Hier finden sich neben den Songs übrigens auch Notenblätter zu den Songs, die sie größtenteils auch selbst komponiert hat, ebenfalls zum Kauf.

Und was für Musik macht sie nun so? Also ihre Auftritte sind meist eine Mischung aus Hip Hop mit Breakdance und Geige – wobei sie sich mit der Geige selbst ebenfalls ordentlich bewegt und Teil der Choreographie der Hintergrundtänzer ist.

Also, lasst uns doch mal angucken, wie es aussieht, wenn eine Violinistin abrockt!

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Faun


This post I want to dedicate to a still quiet unknown band from the medieval music subculture.
The band itself is called Faun, after the mythological creature Faunus, that is also known as Satyr (one of the band members pseudonym), or Pan.
They call their music style “pagan folk”. Paganus is Latin and originally meant villager, but was used by the church during the middle ages for all heathen people. Heathenism is a group of old religions from Central Europe, where the people believed in many gods, mostly as forces of nature, as well as many mystical creatures (elves, dwarfs, forest ghosts, etc.). All in all those religions where very close to nature.
The band itself founded the name to describe their music. It is folk music, most of the songs are historical songs, in all different kind of old, medieval languages, which are not spoken anymore.
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