Zwei beachtenswerte Crowdfunding-Projekte


Crowdfunding scheint gerade für kleinere Musiker nicht nur immer beliebter zu werden, sondern teilweise auch die einzige Möglichkeit, “Nischenmusik” zu produzieren.

Wer sich nicht verkaufen möchte, wer Musik der Kunst wegen macht und nicht um damit finanzielle Erfolge zu feiern, wer zu 100% für sein musikalisches Schaffen verantwortlich sein möchte, und sich nicht von anderen in die Musik hineinreden lassen möchte und wer nicht Knebelverträge unterschrieben will, bei denen er viel liefert, aber wenig bekommt, der greift daher zu Crowdfunding.

So schreibt Lisa Morgenstern in ihrem Blog:

Ich hatte ein paar Angebote von Independent-Labels, bei denen mir allerdings durchweg aufgefallen ist, dass schon die “kleinen” eine Menge Mitspracherecht fordern, nicht mehr viel dafür tun (…) und als kleiner NoName, der ich nunmal bin, wird man selbst mit viel Glück keinen guten “Deal” bekommen. Ich ertappe mich auch jetzt dabei, wie auch ich dieses komische Vokabular benutze. Nein, ich bin nicht der Meinung, man könne mit meiner Musik plötzlich steinreich werden. Das nicht. Aber ich will dieses Album machen, ich will, dass es gut wird (…)

Wer mit dem Begriff “Crowdfunding” noch nichts anfangen kann: Der Musiker stellt sein Vorhaben vor (und hat eventuell sogar schon ein wenig Material dass er in dieser Vorstellung zum besten gibt), und der Fan wiederum sorgt für die Finanzierung, in der Regel dadurch, dass er die CD kauft, bevor sie existiert. Das war es eigentlich schon. Um das ganze lukrativer für den Fan zu machen, bieten viele Musiker weitere Extras – zu Paketen zusammengefasst kann man sich dann entscheiden, in welcher Höhe man die Musikproduktion unterstützen möchte, und bekommt als Dankeschön zusätzliche ältere CDs, Support-T-Shirts, persönliche Widmungen, bis hin zu Gästelistenplätzen auf Konzerten, original handgeschriebene Lyric-Seiten, Aufnahmemaster, Meet & Greets, Studio-Besuchen, Backgroundchor-Stimmen oder sogar Rollen in geplanten Musikvideos.

Zwei dieser Crowdfunding-Projekte auf die ich selbst auch sehr gespannt bin, möchte ich hier vorstellen: Das von Ally the Fiddle und das von Lisa Morgenstern.

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