Crowdfunding: Goethes Erben DVD


Anfang diesen Jahres gab es ja ein Jubliäumskonzert von Goethes Erben, denn diese wären in diesem Jahr 25 Jahre alt geworden. Um Goethes Erben ist es aber schon leider seit längerem sehr still geworden, und Ende letzten Jahres gab Mastermind Oswald Henke bekannt, dass Goethes Erben sich aufgelöst haben.

Trotzdem sollte das 25. Jubliäum mit einem gebührendem Konzert gefeiert werden, das gleichzeitig Abschiedskonzert einer der besten und wirklich tiefsinnigeren Alternativ-Bands, die es in Deutschland gab. Zum Jubiläum wurde auch eine alte Live-CD, wiederveröffentlicht, dessen Verkaufszahlen ernüchternd blieben. Ursprünglich geplant war eine Doppel-DVD, doch diese soll es nun nicht geben, da sich eine Produktion erst ab 500 Stück rechnet. Daher keine DVD außer es melden sich vorher genug Leute mit einem verbindlichen Kaufinteresse bei Oswald Henke (Hervorhebung von mir):

Jeder der sich tatsächlich für eine DVD interessiert, soll einfach eine e-mail an: genom-bestellung@hotmail.de schicken (WICHTIG im Betreff: Kaufinteresse DVD Niemandsland 2014) und in dieser Mail auch durch Nennung seiner Anschrift sein nachdrückliches Kaufinteresse bekunden.
Der Preis der Doppel-DVD wird in diesem Fall bei ca. 20 Euro liegen. Sollten 400 Doppel-DVD´s vorbestellt werden, wagen wir eine Pressung und jeder der eine e-mail geschickt hat, wird informiert, wenn dieser Status eintreten sollte und erhält dann zu gegebener Zeit eine Auftragsbestätigung.

Uns war es wichtig das Konzert zu geben und es für uns als kreative Menschen auf der Bühne zu dokumentieren. Ob es eine DVD geben wird, liegt jetzt allein bei Euch…

Meine Bitte an jeden, der Goethes Erben toll finden, oder vielleicht auch nicht gerade Goethes Erben, dafür aber eine der anderen Bands von Oswald Henke kennt – Artwork, Erblast, fetisch:Mensch oder HENKE – die Band, und der Hauptmusiker dahinter, haben es echt in sich – sich einfach mal einen Ruck zu geben und die ca. 20€ für die DVD zu investieren – und dieses auch bitte jetzt in einem Kaufinteresse auszudrücken. Dieses Konzert war allen die dabei waren nach einfach umwerfend, die Menschen haben noch Wochen später davon geschwärmt.

Es handelte sich dabei um ein Konzert mit großem Orchester, und wer Oswald Henke kennt, weiß, dass es nicht einfach nur ein Konzert, sondern eben Musik-Theater ist. Und zu diesem Anlass haben Goethes Erben viele Gäste geladen, u.A. auch Größen wie Sonja Kraushofer (Sängerin bei L’Âme Immortelle, Persephone und Coma Divine) und Lisa Morgenstern. Und so kann es sich bei diesem Ereignis nur um ein ganz wunderbares Erlebnis gehandelt haben, das eine DVD sicherlich nicht in seiner gänze einfangen kann. Aber für jemanden wie mich, der es nicht bis nach Leipzig schaffen konnte, trotzdem ein kleiner Trost 😉

Es fehlen nurnoch 160 Unterstützer, also wenn euch die Musik zusagt, oder wenn ihr neugierig seid, und mal was neues sehen wollt – oder aber auch einfach, weil ihr ebenfalls Teil eines Musik-Meilensteins haben wollt, und Musiksammler seid – dann schreibt doch jetzt eine Mail an in dem Zitat genannte Adresse mit dem im Zitat genannten Betreff und eurer Lieferadresse.

Und bitte, teilt dies doch auch mit euren Freunden, auf Foren und auf Facebook. Es wäre doch allzuschade, wenn es wegen der wenigen Personen nun doch scheitern sollte.

Abschließen möchte ich mit ein paar Zitaten aus einer Rezension und ein paar ausgewählten Stücken von Goethes Erben (ich habe allerdings keine Setliste – kann also nicht versprechen, dass die Songs auch auf der DVD zu hören sein werden).

(…)
auf der Bühne geschahen die wunderbarsten Dinge. Der dämonische Oswald Henke wurde von einer gleichgesinnten Schar Musiker begleitet. Tanzeinlagen passend zu den Stücken, die unterschiedlichste Stimmungen hervorriefen. Der erste Akt widmete sich der schwermütigen Romantik, wo hingegen der zweite Teil des Abends düster und abgründig war.
(…)
Töne wurden nicht nur auf gewöhnliche Art und Weise erzeugt. So öffnete sich bei einem Klavier wiederholt der Deckel, um die Saiten direkt anzuschlagen. Oder Instrumente, die keine waren – wie ein Kanister – wurden für rhythmische „Klopfzeichen“ der anderen Art verwendet. Da ließen die Streicher ihre Violinen und Celli einfach stehen und liegen. Dumpfes Trommeln von einem Schlagzeug. Hellere Geräusche von dem anderen. Streichbogen erzeugten am Rand eines Beckens oder eines Vibraphons unerwartete Geräusche. Einfach mitreißend. (…)
Jedes erschienene Album wurde mit mindestens einem Lied – kann man noch „Lied“ sagen, wenn es bildhafte Darstellungen sind? – gewürdigt. Einzelne Stücke hervorzuheben fällt schwer. Beeindruckt hat jeder Titel.

Die gesammte Rezension gibt es hier!

Und für alle, denen Goethes Erben kein Begriff sind, hier mal eine kleine Auswahl an Songs, bewusst als Live-Aufnahmen ausgewählt.

Tage des Wassers

Märchenprinz (2002, WGT)

Goethes Erben + Peter Heppner – Glasgarten (M’Era Luna)

Nichts bleibt wie es War (2002, WGT)

Lebend Lohnt es (2005, Dark Star Festival)t

Vermisster Traum (2002, WGT)

Der Weg (2003, WGT)

Also, wenn euch das gesehen Gefällt, gebt euch einen Ruck, die DVD wird sich sicherlich lohnen 🙂

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“On and on the music plays…”


(…) Memories in paraphrase
Falling past my window
like the moring rain

The Birthday Massacre (by Ester Segarra)

The Birthday Massacre (by Ester Segarra)

Ich hätte schwören können, dass ich über die Band The Birthday Massacre schon mal gebloggt hätte, aber scheinbar ist dem nicht so. Eventuell befindet sich auf einer meinen vielen Backups noch ein früher Entwurf, auf den ich gerade nicht zugreifen kann. Aber das macht auch nichts, denn eigentlich wollte ich die Band nicht vorstellen, sondern auf ein neues Crowdfunding-Projekt hinweisen.

Nun sei es aber drum. Die Band „The Birthday Massacre“ habe ich bewusst vor mindestens drei Jahren wahrgenommen, auch wenn ich den Namen schon davor gehört hatte. Bei dieser Band handelt es sich zur Abwechslung mal um eine Kanadische Synth/Alternative/Gothic-Rock Band, aus der Metropole Toronto, die schon seit 1999 besteht.

2002 brachte die Band um die Frontsängerin Chibi ihre erste CD raus, Nothing and Nowhere, seit dem folgen im 2-3 Jahrestakt Alben, zuletzt die 2012 erschienene Platte Hide and Seek. Meine beiden persönlichen Favoriten sind die Violet aus dem Jahre 2005 und das Album Walking with Strangers, das 2007 veröffentlicht wurde.

Die bekanntesten Lieder der Band sind sicherlich die Songs „Looking Glass“, „Blue“ und „Nevermind“ zu denen die Bands auch jeweils aufwendige Musikvideos produziert hat, und meiner Meinung nach auch schön wiedergeben, wie weit das Stil-Repertoire der Band ist.

Als weitere Anspieltipps würde ich aber unbedingt noch die Songs „Holiday“ und „To Die For“(!) nennen, die es mir sehr angetan haben 🙂

Wenn dieser kleine musikalische Ausflug euch nun schon überzeugt hat, habe ich gute Neuigkeiten – die Band produziert aktuell die nächste Platte, und auch diese Band hat sich – wie viele andere vor ihr – von dem Crowdfunding anstecken lassen. Wer dafür sorgen möchte, dass dieses Album finanziert werden kann, bezahlt jetzt und bekommt dafür dann nicht nur das Album inklusive digitaler Version noch vor dem Veröffentlichungsdatum, sondern kann – je nach Budget – auch noch zwischen vielen schönen Goodies wählen.

Einsteigen kann man schon mit $10 USD, für den reinen Download, daneben gibt es aber auch ein physisches Album, sowie eine veröffentlichung als Vinyl. Exclusive T-Shirts die ausschließlich für die Unterstützer produziert werden gehören bei Crowdfunding mittlerweile sicherlich schon zum guten Ton. Neben zusätzlichen signierten Postern und Postkarten, sowie einer Namensnennung im Booklet haben sich The Birthday Massacre aber auch noch ein paar Besonderheiten: Etwa eine persönlich eingesprochene Voicemail-Ansage, die Möglichkeit sich als Band bei dem Manager von „The Birthday Massacre“ vorzustellen, und professionelles Feedback zu bekommen (wenn nicht vielleicht sogar mehr?), bis hin zum ganz besonderen Remix, den die Band für einen selbst eingespielten und eingereichten Song anfertigen wird. Hierfür müsste dann allerdings schon eine Spende von $2 000 USD springen.

Für die besonderen Sachen sollte man sich allerdings beeilen. Diese sind natürlich nur begrenzt, und obwohl das Projekt erst seit 2 Stunden bei PledgeMusic online ist, und noch 60 Tage läuft, ist das Album schon zu über 70% finanziert und die ersten Pakete ausverkauft! Das Vorhaben wird also sicherlich noch innerhalb der ersten 24h finanziert sein.

Daher: Nichts wie ran da! Ich werde leider noch eine weile warten müssen, denn demnächst steht bei mir eine finanzielle Belastung bevor. Aber von meinem favorisierten Paket gibt es auch noch ein paar mehr…

2Pac


Heute habe ich auf Facebook gelesen, dass das lange geplante Filmprojekt, nämlich ein “Biopic” zu Tupac nun doch endlich starten soll. Biopic kannte ich vorher auch nicht, dass ist heute scheinbar Hipp für eine filmische Biographie. Was mir aber dadurch wieder in mein Bewusstsein gerückt wurde: In diesem Monat wurde doch 2Pac ermordet? Das ist mir schon vor drei Monaten bekannt gewesen, und da ich lust hatte, mal wieder über Musik zu schreiben und auch über ein etwas anderes Genre als immer nur dieses düstere Gothic, hab ich vor drei Monaten einen Artikel verfasst, und ihn so bei WordPress eingestellt, dass er automatisch publiziert wird, und zwar eben am 13. September, dem Ermordungstag von Tupac, genau um 3 Minuten nach 4 Uhr morgens sollte er hier zu lesen sein. Wie man meinem Blog entnehmen kann: Wodpress hat es nicht so mit dem einhalten von Terminen, auch wenn es im Admin-Bereich für diesen Beitrag behauptet, er sei schon veröffentlicht; hier also nachgereicht der Beitrag, der sich noch immer in den Entwürfen befindet, obwohl er  eigentlich schon vor über einer Woche hätte drausen sein sollen:


We gotta make a change!
It’s time for us as a people to start makin’ some changes.
Let us change the way we eat, let us change the way we live
And let us change the way we treat each other.
You see the old way wasn’t working out
So it’s on us to do what we got to do
– to survive

Heute ist Jahrestag der Ermordnung von 2Pac – auch bekannt als Makaveli – der vor 17 Jahren erschossen wurde. Mit brügerlichem Namen Tupac Amaru Shakur in New York City 1971 geboren, wäre er heute 42 Jahre alt gewesen – nicht nur für uns Informatiker eine besondere Zahl, daher ist es mir auch ein Beitrag wert, in Gedenken an Tupac, der schon mit 25 sterben musste. In sehr ärmlichen Verhältnissen geboren, wuchs er zunächst, wegen seiner Hautfarbe und seiner sozialen Schicht als Außenseiter im gutbürgerlichem Umfeld in Baltimore auf. Nachdem der Vater die Familie verließ, wurde er dann von seiner Mutter nach Kalifornien gebracht, wo der ansonsten sehr gebildete (er interessierte sich für Literatur, Ballett und Theater) Junge durch das soziale Umfeld auf die schiefe Bahn geriet; hier fand er anschluss an andere Außenseiter – ebenfalls Schwarze – die im Ghetto aufwuchsen.

Erst die zufällig enstandenden Kontakte zum Musikgeschäft holten ihn aus der Drogenkriminalität, in der er sonst versumpft wäre, heraus – er entfaltete nun sein Talent als Rapper und gilt heute mit 75 Millionen verkauften Tonträgern als einer der erfolgreichsten Musiker der Rapszene. Trotz seines rüpelhaften Auftretens in der Presse war Tupac schon immer sozial engagiert, was sich auch in seinen Songs wiederspiegelt. Diese drehen sich um das Leben im Ghetto in Kalifornien – das übrigens nicht verherrlicht wird! Statt dessen übt er Kritik an der Politik, an Rassismus, an Frauendiskriminierung, an Unterdrückung, an Kriegen, der Gesellschaft und sogar am Kapitalismus. Aber seine Songs enthalten auch Rechtfertigungen für das Leben als “Thug”, also als Kriminellen, wenn man doch keine andere Wahl hat um in diesem System zu überleben; und angeheizt durch die Fehde in die er unglücklicherweise geriet, gab es auch viele Diss-Songs.

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Zwei beachtenswerte Crowdfunding-Projekte


Crowdfunding scheint gerade für kleinere Musiker nicht nur immer beliebter zu werden, sondern teilweise auch die einzige Möglichkeit, “Nischenmusik” zu produzieren.

Wer sich nicht verkaufen möchte, wer Musik der Kunst wegen macht und nicht um damit finanzielle Erfolge zu feiern, wer zu 100% für sein musikalisches Schaffen verantwortlich sein möchte, und sich nicht von anderen in die Musik hineinreden lassen möchte und wer nicht Knebelverträge unterschrieben will, bei denen er viel liefert, aber wenig bekommt, der greift daher zu Crowdfunding.

So schreibt Lisa Morgenstern in ihrem Blog:

Ich hatte ein paar Angebote von Independent-Labels, bei denen mir allerdings durchweg aufgefallen ist, dass schon die “kleinen” eine Menge Mitspracherecht fordern, nicht mehr viel dafür tun (…) und als kleiner NoName, der ich nunmal bin, wird man selbst mit viel Glück keinen guten “Deal” bekommen. Ich ertappe mich auch jetzt dabei, wie auch ich dieses komische Vokabular benutze. Nein, ich bin nicht der Meinung, man könne mit meiner Musik plötzlich steinreich werden. Das nicht. Aber ich will dieses Album machen, ich will, dass es gut wird (…)

Wer mit dem Begriff “Crowdfunding” noch nichts anfangen kann: Der Musiker stellt sein Vorhaben vor (und hat eventuell sogar schon ein wenig Material dass er in dieser Vorstellung zum besten gibt), und der Fan wiederum sorgt für die Finanzierung, in der Regel dadurch, dass er die CD kauft, bevor sie existiert. Das war es eigentlich schon. Um das ganze lukrativer für den Fan zu machen, bieten viele Musiker weitere Extras – zu Paketen zusammengefasst kann man sich dann entscheiden, in welcher Höhe man die Musikproduktion unterstützen möchte, und bekommt als Dankeschön zusätzliche ältere CDs, Support-T-Shirts, persönliche Widmungen, bis hin zu Gästelistenplätzen auf Konzerten, original handgeschriebene Lyric-Seiten, Aufnahmemaster, Meet & Greets, Studio-Besuchen, Backgroundchor-Stimmen oder sogar Rollen in geplanten Musikvideos.

Zwei dieser Crowdfunding-Projekte auf die ich selbst auch sehr gespannt bin, möchte ich hier vorstellen: Das von Ally the Fiddle und das von Lisa Morgenstern.

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M’era Luna Highlights


Eigentlich bin ich ja dabei gewesen einen sehr langen, ausführlichen Festivalbericht für diesen Blog zu schreiben. Aber das dauert wohl noch eine ganze Weile (und es ist auch nicht der einzige Blogeintrag, der gerade um meine Aufmerksamkeit buhlt).

Da dieses Video aber mittlerweile echt in den letzten Wochen zu meinem meistgespielten Videos gehört, möchte ich euch das zumindest nicht länger vorenthalten – ein wunderbar atmospährischer Zusammenschnitt von Impressionen, hinterlegt mit einer schönen BlutEngel Ballade, und mit – wie Asp sagen würde – vielen schönen Menschen 🙂

Lindsey Stirling performes “My Immortal” by Evanescence


Ich bin ja ein bekennender Liebhaber von Streichmusik und insbesondere Geigenmusik, und das schon von Kindheit an. Dementsprechend begeistert bin ich von der – meiner Meinung nach Ausnahmegeigerin – Lindsey Stirling, die ich letztes Jahr entdeckt habe, und über die ich auch gleich gebloggt hatte.

Im Dezember erfuhr ich dann, dass Lindsey Januar in Deutschland seien und spielen würde. Ich war begeistert, wollte Karten kaufen – aber schon einen Tag nach veröffentlichung der Karten war Hamburg restlos ausverkauft! Hamburg?! Was ist da los?! Ich war natürlich traurig, besonders da die Karten bei eBay für wirklich astronomische Preise gehandelt wurden – das Konzert war sicher gelaufen.

Die Trauer währte nicht lange, denn schon im Sommer sollte sie wieder nach Hamburg kommen, diesmal hatte ich eine Karte und das Konzert war umwerfend gut.

Was mich aber am Meisten umgehauen hat, war das eines der alten EVANESCENCE(!) Songs auf dem Konzert gecoverd wurde. Ja, Evanescence! Ihr wisst schon, If it was possible to fall in love with music… und If it was possible to fall in love with music…, Part 2. Na? Dann könnt ihr euch vielleicht auch vorstellen wie unglaublich begeistert ich war! Amy Lee scheint auch Lindsey imponiert zu haben:

This is a cover of Evanescence’s song “My Immortal.” Evanescence is one of my favorite groups of all time!

(Lindsey Stirling)

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