Non-Stop


Letzte Woche gab es leider wegen Krankheit keinen Sneak-Film für mich, dafür dann aber heute wieder eine Rezension. Es lief “Non-Stop”.

Wer den Trailer gesehen hat, weiß eigentlich schon worum es in dem Film geht, und das ist ziemlich schade, denn in der ersten halben bis drei-viertel Stunde wird der Zuschauer eigentlich im Dunkeln darüber gehalten, worum es gehen wird. Darum möchte ich auch hier   jedem die Chance geben, nicht weiter zu lesen – ich denke es lohnt sich. Kommt doch, falls ihr noch gar nichts vom Film gehört habt, erst wieder wenn ihr ihn gesehen habt, und hinterlasst dann gerne einen Kommentar? Als Anhaltspunkt: Hinter Non-Stop verbirgt sich für euch ein interessanter Mystery-Thriller, der von der Story auf jeden Fall besser ist, als der zuletzt vorgestellte Jack Ryan, und dank einiger Twists Kurzweile verspricht.

Wer sich nicht eines besseren von mir belehren lassen möchte, oder den Trailer eh schon gesehen hat, der lese nun bitte weiter 😉

Der “U.S. Federal Air Marshal” Bill Marks, der eigentlich keine Lust auf seinen Job hat und das Fliegen auch nicht sonderlich mag, soll wieder einen Flug begleiten. Dabei macht Bill eh keine gute Figur; er ist aggressiv seinen Vorgesetzten gegenüber, er raucht heimlich während der Flüge und er ist stets alkoholisiert bei seinem Job. Und dann muss er auch noch mit Jack Hammond fliegen, dem anderen Air Marshal, den Bill nicht leiden kann.

Nachdem Bill, der schon während dem Einchecken die Menschen genau beobachtet, im Flugzeug der TSA über ein sicheres Netzwerk per Handy das Ok zum Flug gibt, bekommt er plötzlich auf genau diesem Handy Nachrichten von einer nicht identifizierbaren Person. Diese scheint ganz genau zu wissen, um wem es sich bei Bill Marks handelt, und da sie weiß, was er zuletzt getan hat, muss sie sich ebenfalls im Flugzeug aufhalten. Dieser Bösewicht verspricht, dass alle 20 Minuten eine Person getötet wird, wenn nicht $150 USD auf ein Konto überwiesen werden. Bill kontaktiert sofort die Behörden, Jack wiederum ist der Meinung es handelt sich um einen Scherz – die beiden streiten kontinuierlich über das Vorgehen. Am Ende erweckt Jack den Anschein, dass ER sich hinter den Nachrichten und Drohungen verbirgt, die an Bill gesendet wurden. Als Bill Jack zur Rede stellt, kommt es zu einem Kampf, und in Notwehr muss Bill Jack am Ende töten. Just in dem Moment sind die ersten 20 Minuten um, und der wahre Bösewicht gratuliert Bill zum ersten Mord, bittet ihn seinen Timer zurück zu setzten um auf den nächsten toten Passagier zu warten.

Ab jetzt beginnt ein hartes Spiel für Bill, denn während er auf der einen Seite versuchen muss, den Täter zu finden, und das möglichst ohne die Passagiere in Panik zu versetzten, hat er auf der anderen Seite einen Mord zu Rechtfertigen. Dann kommt auch noch heraus, dass das Konto, das Bill der TSA mitgeteilt hat, auf seinen Namen läuft. Bill wird offiziell suspendiert und für die Passagiere und die restliche Welt sieht es so aus, als ob Bill derjenige ist, der das Flugzeug gerade entführt. Da Bill der einzige ist, der sich der gefährlichen Lage bewusst ist, macht dieser, als einziger mit einer Waffe im Flugzeug aber auf eigene Faust weiter.

Vom Direktor Jaume Collet-Serra, der u.A. Filme wie House of Wax, Orphan oder Unknown Identity gemacht hat, habe ich noch keinen Film gesehen, somit kann ich den vorliegenden Film nicht mit den anderen vergleichen. Mit den Schauspielern Liam Neeson, Julianne Moore, Michelle Dockery, Lupita Nyong’o (die gerade einen Oscar gewonnen hat) und Scoot McNairy (zuletzt wie Lupita Nyong’o in 12 Years a Slave, der auch als bester Film ebenfalls mit einem Oscar ausgezeichnet wurde) kann sich seine Schauspielercrew für den Film allerdings sehen lassen.

Wer trotz Trailer mit einer neutralen Erwartungshaltung in den Film geht, der wird sicherlich überrascht werden. Die Story ist solide, und bietet einige Twists. Kaum dass der erste sich offenbart, ist man als Zuschauer auf der Hut – ja, wer ist es denn nun? Auf eine Person, bzw. Personengruppe wird ganz offensichtlich hingewiesen, aber ob der oder die das wirklich sind? Wahrscheinlich will der Regisseur nur vom eigentlichen Täter ablenken, oder? Ist es nicht wahrscheinlich doch die Sitznachbarin Bills, der er so sehr vertraut und das nur, weil sie sich seit Anfang des Fluges unterhalten haben?

Die Rolle des Bill Marks wird von Liam Neeson porträtiert und dieser bringt sie glaubwürdig rüber. Seine engste Vertraute wird seine Sitznachbarin Jen Summers, die keine andere ist als Julianne Moore, die ja schon Erfahrungen in Flugzeugsetting-Filmen hat. Auch sie spielt ihre Rolle gewohnt gut. Keine Überraschung gab es bei Bills anderer Vertrauten, der Stewardess Nancy gespielt von Michelle Dockery. Vor allem Bekannt aus Downton Abbey spielt sie auch als Stewardess eine eher kalte und sehr gefangene Person, welche durchgehend die Fassung bewahrt und darauf bedacht ist, nach außen keine Emotionen zu zeigen. Lediglich durch das Zittern beim Einschenken des Tees merkt man, dass auch ihr die Situation zu schaffen macht.

Die restlichen Schauspieler sind allesamt eher als Nebenrollen zu sehen – insgesamt dreht sich der Film vor allem und hauptsächlich um Liam Neesons Rolle als Air Marshal. Bis auf den Polizisten, der ebenfalls Passagier im Flugzeug ist, sich aber mehr wie ein aufgebrachter Passagier als ein professioneller Polizist benimmt, fand ich die Personen insgesamt realistisch und durchdacht, und auch das Skript wirkt schlüssig und realistisch.

Ansonsten liefert der Film nichts neues: Eine Mischung aus Mystery, ein wenig Psycho und insgesamt Thriller, in der einem Air Marshal eine Flugzeugentführung angehängt werden soll, und der als einziger das Interesse hat, heraus zu finden, was wirklich passiert, weil alle anderen sich mit der Erklärung dass er das Flugzeug entführt, zufrieden geben.

Mein Fazit: Wer solche Filme mag, wird auch an Non-Stop seine Freude haben. Etwas neues liefert der Film nicht, allerdings führen ein solides Skript, realistischer Handlung und einwandfreien schauspielerischen Leistungen zu einem spannenden Film, der trotz schon am Anfang absolut klaren Richtung und Ende des Films während des Verlaufs die ein oder andere Überraschung bereit hält. Mir persönlich hat er gefallen, ich mag aber auch die drei wichtigeren Schauspieler (Liam Neeson, Julianne Moore, und Michelle Dockery) wirklich gerne, was meine Meinung sicherlich auch beeinflusst.

insgesamt würde ich sagen: Nichts für das man jetzt zwingend ins Kino müsste, aber wenn er irgendwo gezeigt wird, sollte man ihn sich ansehen, oder vielleicht für den Videoabend aus der Videothek mitnehmen.

Non-Stop wird ab den 13. März 2014 in den deutschen Kinos gezeigt werden.

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