Coven


american-horror-story-coven_bild03Das Wort Coven hat seinen Ursprung aus dem lateinischen convenire, conventus, übersetzt zu “zusammenkommen”, “Zusammenkunft”, sowie aus covin, “Betrug, Täuschung”, und bezeichnet das Zusammentreffen von 13 Frauen (Hexen) zu einem Hexenzirkel – historisch in das 12. Jahrhundert zurückreichend, wo die ersten Hexensabatte in der Literatur erwähnt wurden.

Dem ein oder anderen Serienfreund wird der Begriff Coven vor allem in Verbindung mit American Horror Story etwas sagen: Coven, so heißt die 3. Staffel der Serie, die pünktlich im Herbst ab den 9. Oktober beim Privatsender FX Network (u.A. bekannt für Serien wie The Shield, Nip/Tuck) der 20th Century Fox Film Corporation ausgestrahlt wird. Die Serie American Horror Story habe ich Ende letzten Jahres entdeckt und die ersten zwei Staffeln mit den Titeln Murder House, und Asylum regelrecht verschlungen. Bei der Serie geht es um genau das, was der Titel verspricht: Solide amerikanischen Horrorgeschichten, wobei jede Staffel ein anderes Thema und einen anderen Aspekt beschreibt, dabei aber viele Bestandteile von Horror-Geschichten einfließen lässt.

Murder House

So dreht sich die erste Staffel um eine Familie, die einen Neuanfang wagen möchte, und dazu in ein renoviertes Haus in einer anderen Stadt zieht – eine zerrüttelte Familie, die darunter leidet, dass der Vater untreu war und die Tochter unter Depressionen leidet. Dementsprechend mit sich selbst beschäftigt, fällt ihnen nicht auf, dass das Haus verflucht ist, und hier seit seinen ersten grausigen Besitzern, die diesen Ort mit ihren üblen Taten verfluchten über Generationen hinweg mehrere Menschen gewaltsam umgekommen sind, und die Toten dieses Haus immer noch bewohnen…

Schon in der ersten Folge macht sich der bizarre Stil der Serie bemerkbar, welcher schon der ersten Staffel trotz einer eigentlich ausgelutschten Story das gewisse Etwas verleiht. Viel besser als der Trailer, der die Serie fast schon ein wenig auflockernd erscheinen lässt, geben die Promo-Teaser diese Atmosphäre wieder:

Dazu passt meiner Meinung nach auch das Intro der Staffeln wunderbar, welches mich, kaum dass ich es im neuen Teaser zur Staffel 3 ausgemacht habe, gleich wieder in diese wunderbar bizarre Atmosphäre brachte, in der ich immer war, wenn ich die Serie geschaut habe.

Asylum

Staffel zwei dreht sich um den Themenkomplex “Irrenhaus” in den 60gern. Das Briarcliff, geführt von Nonnen, die sich in einem Machtkampf mit einem Doktor befinden, der Sonderbefugnisse hat, und mit den Insassen grausame Experimente anstellt, wird unter einem Vorwand von einer Reporterin aufgesucht, die eine große Story wittert. Zu ihrem Unglück fliegt der Schwindel aber auf, die leitende Nonne will sich rächen und bringt zu ihrem Gunsten in Erfahrung, dass die Reporterin lesbisch ist – zu der Zeit eine totsünde. Und so schafft sie es, die Reporterin gegen ihren Willen einzuweisen, womit für diese der Horror beginnt…

Die Serie

Da es sich bei American Horror Story um eine Anthologien-Serie handelt, gibt es nur wenige Schauspieler, die aus dem ersten Cast in das zweite übernommen wurden. Diese spielen hier – in einem komplett neuem Setting und einer anderen Zeit natürlich auch komplett neue Rollen, was durch die gute Maske und schauspielerisches Geschick auch nicht weiter auffällt. Auch wenn ich bei der zweiten Staffel am Anfang eher skeptisch war, gewinnt auch diese nach den ersten paar Folgen ordentlich an fahrt, und liefert danach eine bösartig groteske Horror-Story, die über 13 folgen packend ist. Neben den bizarren Szenen und der atmospährisch gruseligen Szenenbild und Kameraführung gelingt dies nicht zuletzt auch durch die überragenden schauspielerischen Leistungen – allen voran der von Jessica Lange, die in allen drei Staffeln eine andere Rolle spielt und für die Serie mehrere Nominierungen und Preise einholte.

Auch wenn die Serie in Sachen Horror keine neuen Maßstäbe setzt, so gelingt es ihr bisher doch sehr gut, ein wunderbares Horror-Feeling zu vermitteln und sollte daher von Horror-Freunden unbedingt geguckt werden. Es handelt sich um eine qualitativ hochwertige Serie, die kein Blatt vor den Mund nimmt, wie man das von den amerikanischen Privatsendern wie HBO (Six Feet Under, Game of Thrones, True Blood) oder Showtime (Dexter, Californication, Homeland), und aus den Federn von Ryan Murphy und Brad Falchuk, die sich als Team schon einen Namen mit den Serien Nip/Tuck und glee gemacht haben. Wer jetzt neugierig geworden ist: Beim PayTV-Sender FOX wird die Serie auf Deutsch ca. einen Monat versetzt ausgestrahlt; seit Anfang des Jahres lief Staffel 1 außerdem auf sixx – Staffel 2 startet hier am 26.09..

Coven

Und wer wie ich die ersten zwei Staffeln gesehen hat, und gespannt auf die dritte Staffel ist, für den möchte ich nun noch ein paar Appetithäppchen zur Verfügung stellen, die mich dazu veranlasst haben, überhaupt zu Bloggen: 4 Teaser und einen Trailer hat FX Network mittlerweile zur dritten Staffel zur Verfügung gestellt in der es, wie der Name schon andeutet, um die Hexerei gehen wird. Viel Spaß damit 😉

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