Barracuda – 1. Sklaven


Dann machen wir doch auch gleich mal Nägel mit Köpfen! Darf ich vorstellen, meine erste Rezension zu einem Gratis Comic Tag – Comic von 2013:

Das 'Gratis Comic Tag'-LogoAm 11.05.2013 war der 4. deutschsprachige Gratis Comic Tag. Zu diesem Anlass wurden von 197 Comic-Händlern rund 300.000 Comics – aufgeteilt auf 30 Titel von 19 Verlagen – in gesamt Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgeteilt. Je nach Regel der Einzelhändler durfte man unterschiedlich viele Comics gratis mitnehmen (im Schnitt sind es 5 Hefte).

Ich habe es auch dieses Jahr geschafft, wieder eine beachtliche Menge an Comics zu ergattern und um mich für die Mühe und diesen Tag bei allen beteiligten zu bedanken, habe ich diese Blog-Reihe ins Leben gerufen. Hier sollen die Hefte, die ich bekommen habe, rezensiert werden. Vielleicht entscheidet der ein oder andere sich ja aufgrund dessen zum Kauf des Regulären Heftes? Falls euch die Rezensionen gefallen, und ihr weitere Sachen rezensiert haben möchtet, schickt sie mir einfach zu 😉 Speziell zum GCT2013 lässt sich hier verfolgen, welche Hefte mir noch fehlen; ich nehme aber auch gerne Hefte aus älteren Jahren entgegen – sprecht mich einfach an.

Mittels random.org habe ich eine relativ zufällige Reihenfolge ermittelt.

Mein erstes Heft aus 2013 ist: “Barracuda – I. Sklaven”.

Über den Autor/Verlag

ECC_RGB_bf_v2Die Marke “Ehapa Comic Collection“, kurz ECC aus dem Hause Egmont Verlagsgesellschaften mbH mit Sitz in Köln wird sicherlich den Meisten ein Begriff sein. Zumindest das Logo sollte schwache Erinnerungen aufkeimen lassen – denn wer hat nicht als Kind auch mal den ein oder anderen Asterix oder Lucky Luke in den Händen gehabt? Wer mehr im Funny-Bereich gelesen hat, dem sind vielleicht Hägar der Schreckliche oder Garfield ein Begriff? Am bekanntesten ist der Name Ehapa aber wohl, weil er auf dem Micky Maus Magazin, dem Lustigen Taschenbuch, der Wendy, Sailor Moon, und anderen Comic heften steht.

Der Däne Egmont Petersen gründete 1878 eine Druckerei – übrigens die erste, die mit 4-Farben-Druckverfahren arbeitet, und druckte einige Zeitschriften, wie “Blatt für die Frau” oder “Zuhause”, und änderte 1914 den Namen dieser Druckerrei auf “Gutenberghus”. Nach seinem Tod wird die Egmont-Stiftung gegründet, welche Eigentümer aller Egmont-Geschäftsbereiche wird. Der Geschäftsführer Dan Folke macht dann das Geschäft für den Verlag, in dem er nach Amerika reist, um dort Walt Disney zu treffen und dort die Rechte für die Veröffentlichung von Disney Comics in gesamt Europa einzukaufen. Der riesige Erfolg im Skandinavischen Raum mündete in der Gründung weiterer Verlagshäuser als 100% Tochterunternehmen, so auch des deutschen Egmont Ehapa Verlag.

Mit diesem Verlag beginnt damit die Erfolgsgeschichte des Micky Mause Magazins, und des Lustigen Taschenbuchs. Die viel eher mit Ehapa assoziierten Geschichten rund um Asterix oder Lucky Luke kommen erst viel später auf den Markt.

Die Mittlerweile als Marke geführte ECC der Egmont Verlagsgesellschaften mbH war dabei Anfänglich ein ganz eigener Verlag, der Ehapa Verlag Stuttgart, der 1989 von Egmont mit dem Ziel gegründet wurde, Comics, die bis dahin nur am Kiosk beheimatet waren, auch im Buchhandel zu etablieren. Das gelang vor allem mit den großformatigen Albenformat, wie Lucky Luke und Asterix, die sogar im Hardcover erschienen, aber auch immer wieder mit edlen, limitierten Sammelbänden, etwa der aufwendig gestalteten, limitierten Gesamtausgabe Carl Barks Collection, oder der ebenfalls aufwendig gestalteten, limitierten Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden, etc.

Nach eigener Aussage wurden unter ECC mittlerweile über 800 Comics verlegt, und jedes Jahr kommen über 80 Neuerscheinungen hinzu. Das Vorliegende Heft “Barracuda – I. Sklaven” gehört dabei zu der Reihe der Comics, die aus Frankreich stammen, und vom ECC sehr Zeitnah nach Deutschland importiert werden. In der Regel geschieht dies über die “All In One” Serie, in der mehrere Comic-Serien in abgeschlossenen Sammelbänden publiziert werden. Viele Albenformate werden aber auch so veröffentlicht, wie sie in Frankreich erscheinen – so wie Barracuda.

Dargaud_Logo“Barracuda – 1. Esclaves” ist im französischsprachigen Raum unter dem Verlag Dargaud erschienen. Ja jenem Verlag, in dem auch Asterix, Der rote Korsar, XIII, Lucky Luke und andere bekanntere Comic-Reihen erschienen sind. 1943 in Paris gegründet von Georges Dargaud publizierte der Verlag anfangs nur Romane für Frauen. Erst in einer Diversifizierungsstrategie in den 60gern kaufte der Verlag u.A. das Jugend-Magazin Pilote auf, und holte sich damit Comic-Größen wie René Goscinny, Albert Uderzo und Jean-Michel Charlier ins Haus. Diese hatten vorher als Chefredakteure kleine Comic Strips für das Magazin geschrieben – berühmte Figuren wie Asterix erblickten in dem Heft das Licht der Comicwelt. Unter Darguad wurden diese Figuren zu großen Comic-Helden ausgebaut, die jeweils in einem eigenen Album publiziert wurden.

Mittlerweile gehört der Verlag dem Konzert Média-Participations, und wird von diesem als Marke “Les Éditions Dragaud” geführt. Für Les Éditions Draguad schreibt der erfahrene belgische Comicautor Jean Dufaux (zu den bekannten Werken gehören Murena, Jessica Blandy, Das verlorene Land oder Samba Bugatti), der seit den 80gern Comics schreibt, nun die Comic-Reihe Barracuda, die es schon zu drei Bänden – Sklaven (2011), Narben (2011) und Duell (2012) – gebracht hat. Der vierte Band ist für Februar 2014 angekündigt. Für die Zeichnungen zeigt sich Jérémy Petiqueux verantwortlich, der mit dieser Serie sein Zeichen-Debut bestreitet, da er vorher nur als Colorist (u.A. für Comics von Philippe Delaby) gearbeitet hat. Philippe Delaby, der auch viele Comics zusammen mit Jean Dufaux gezeichnet hat, soll Jérémy Petiqueux vorgeschlagen haben – eine sehr gute Wahl und für Jérémy Petiqueux sicherlich der Beginn einer vielversprechenden Karriere!

Es gibt keinen ehrenwerteren Lehrer als den, der uns die Augen öffnet und uns den Schlüssel zu unserem eigenen Lebensweg in die Hand gibt. Deswegen widme ich dir, Philippe Delaby, dieses Album. Jérémy

(Zitat Widmung, Barracuda – 1. Sklaven)

Das Heft

presentation_ecc_barracudaDas Heft hat 56 Seiten, von denen allen Anschein nach 55 Seiten 1-zu-1 so aus dem Album stammen. Das Cover ist dafür verantwortlich, dass ich mich sofort hab von dem Comic ansprechen lassen. Im Halbschatten sitzend ist dort nur das Gesicht des (wie sich später herausstellen wird) Piratenkapitäns zu sehen. Alt, grau, vernarbt, mit einem stechend blauen Auge und einer roten Binde um das andere Auge. Eine detailliert und realistisch wirkende Zeichnung, mysteriös und spannend zugleich.

Die beiden Innenseiten des Umschlages werden für Werbung anderer Alben aus dem ECC-Programm genutzt, wobei hier genau auf die Zielgruppe geachtet wird: ersten Seite werden die fünf Bände von Denis-Pierre Filippi und Éric Liberge – “Die Korsaren der Alkibiades” vorgestellt, auf der letzten der erste Band von Tristan Roulot und Patrick HénaffsDas Testament des Captain Crown“. Die Rückseite des Heftes trägt den Klappentext der Serie und listet die drei Cover der erschienenen Bände inklusive Seitenzahl ISBN und Preis auf.

Die ersten vier Heftseiten beinahlten die Gestaltung des Vorsatzblatt, auf dessen Rückseite ein paar Einleitungsworte zum Gratis Comic Tag geschrieben stehen und der Verlag sich kurz vorstellt. Außerdem werden die anderen Beiden Gratis Comic Heftcover – Donlad Duck und Hägar zusammen mit Barracuda abgedruckt um die Gratis Comic Tag-Titel alle aufzuführen. Die nächsten zwei Seiten beinhalte das Vorwort von Jean Dufaux zum Album, das sich wunderbar liest, und Lust auf die nächsten Seiten macht.

Ab dann beginnt auf Seite 5 die Geschichte.

Da ich die Umschlagsseiten nicht zu der Seitenzahl hinzu zähle, kommt das Heft mit keiner Seite Werbung aus. Die Werbung auf den Umschlaginnenseiten ist intelligent gewählt, die Umschlagaussenseiten tragen ebenfalls wunderbar zum Comic bei. Das das Vorwort mit abgedruckt wurde, empfinde ich ebenfalls als großes Plus. Bisher also ein sehr guter Ersteindruck.

Der Comic: 1. Sklaven

In der Regel lese ich als erstes den Klappentext, daher möchte ich euch diesen hier einmal zitieren, denn dieses Heft hat ja sogar einen!

Keine Gnade. Für niemanden. Niemals!

Irgendwann im 17. Jahrhundert: An Bord der Barracuda wetzen die Männer um Captain Blackdog ihre Messer! Eine spanische Galeone wird geentert! Gefangene sollen keine gemacht werden – bis auf die Frauen, die sich auf dem Sklavenmarkt gut verkaufen lassen! Und es winkt noch fettere Beute: eine Schatzkarte, die zum größten Diamanten der Welt führen soll. Dass dieser Tod und Verzweiflung in seinem Kielwasser mit sich bringen soll, schreckt die Piraten keineswegs…

Dies fast die Geschichte schon recht gut zusammen. Mit einem schwarzen Panel aus dem Goldmünzen fallen fängt die Geschichte an. Ein blonder Junge wacht vom Kanonendonnern auf und stellt fest, dass die spanische Galeone, auf dem sich u.A. die adelige Dame Dona Emilia Sanchez del Scuebo befindet. Diese schaltet schnell und bringt den androgynen Jungen dazu, die Frauenkleider ihrer Tochter zu tragen. Grade noch rechtzeitig, denn schon wird die Galeone von der Barracuda und ihrem unbarmherzigen Captain Blackdog geentert. Dieser hat seinen übermütigen, jungen Sohn Raffy mit, welchen er in der Piraterie ausbildet

“Raffy, Du bleibst an meiner Seite. Für jeden Mann den ich töte tötest Du zwei.” – “Ja, Vater. Aber es wäre mir lieber, Ihr hättet etwas schwierigeres von mir verlangt.”

Die Schlacht an Deck ist blutig, Blackdog ordnet an, dass nur Frauen verschont bleiben sollen. Der Kapitän der Galeone, Hauptmann de la Loya schafft es als einziger der Besatzung über die große Demütigung von Raffy, der ihm im Zweikampf unterliegt, sein Leben für das von Raffy zu retten. Hier kommt es zum ersten Racheschwur. Neben Gold und einer Schatzkarte zu einem legendären und verfluchten Schatz nehmen die Piraten das vermeintliche blonde Mädchen, sowie Dona und ihre Tochter Maria und deren Beichtvater gefangen, um sie auf der legendären Pirateninsel Puerto Blanco als Sklaven zu verkaufen.

Einige Tage darauf ankerte die Barracuda im Hafen von Puerto Blanco, der übel beleumdeten Pirateninsel. Hier ist alles schwarz, von den Seelen seiner Bewohner bis zu den fauligen Zahnstümpfen seiner Huren.

Dona Sanchez, Maria und der Junge werden von einem Sklavenhändler auf einer Auktion höchstbietend versteigert, und die Wege der einzelnen Personen trennen sich, während Blackdog den Rat der Hexe Madam Si-Non sucht. Nur der Beichtvater entkommt, und versucht, die drei zu retten. Aber wie es das Schicksal will kreuzen sich die Wege einiger Personen dennoch und nach einigen Ereignissen bleibt Raffy zurück auf der Insel, wo er Rache an Maria schwört, welche wiederum Rache an dem Sklavenhändler schwört. Und wie lange schafft es der androgyne Junge, seine Tarnung aufrecht zu erhalten, und wer ist eigentlich der mysteriöse Mr. Flynn, der ihn mit 1500 Pfund gekauft hat, und damit das dreifache von dem bezahlt hat, was Mutter und Tochter zusammen eingebracht hatten?

Barracuda setzt mit dem ersten Band “Sklaven”, das Setting und die Personenkonstellation und vor allem das Spannungsverhältnis der einzelnen Personen. Natürlich ist das Ende bei einem Mehrteiler offen. Dennoch ist die Geschichte vom ersten Panel an spannend, und am Ende glaubt man weder, dass das schon die knapp 60 Seiten gewesen sein sollen, noch dass man dieses Heftchen so schnell verschlungen hat, und jetzt unbedingt weiter lesen will. Zwar fehlt es noch(?) an originellen Ideen; es gibt nichts, was es nicht in ähnlicher Weise schon in einer anderen Piratengeschichte gegeben hat. Aber das tut der Geschichte keinen Abbruch, denn diese ist sehr fesselnd erzählt. In seinem Vorwort schreibt Jean Dufaux auch, dass dies nicht seine absicht ist. Stattdessen möchte er veruschen, den verklärten Blick auf die Piraten aus einem anderen Blickwinkel zu erzählen:

Und ich habe meine Kamera in eine andere Richtung bewegt: anstatt sie aufs Meer zu halten, habe ich sie zum Land gedreht.
(…)
Und anstatt die amourösen und sexuellen Bereiche der Hauptdarsteller rein zu halten, habe ich sie etwas beschmutzt um ihnen eine tragischere Note zu verleihen.

Drei junge Leute, drei Schicksale auf einer von Piraten verseuchten Insel. Mit einem einzigen Gedanken im Kopf: zu überleben.

Aber nicht nur die Geschichte fesselt. Das Debüt von Jérémy ist mehr als gelungen. Neben einem recht realistischen Stil glänzen die Panele geradezu vor Detailverliebtheit. Das kommt gerade den Gesichtern und den Schiffen und Gebäuden zugute. Sommersprossen, Stirnfalten, Brustbehaarung, an alle Details wurde gedacht – die Wimpern und Augenbrauenhaare scheinen alle einzeln gezeichnet worden zu sein.

Und das Jérémy auch ein guter Colorist ist, braucht er ja nicht mehr unter Beweis zu stellen. Die Bilder jedenfalls geben wunderbar die Stimmung wieder, in einer anderen Rezension las ich sinngemäß (ich finde das Zitat leider gerade nicht mehr), dass die perfekten Zeichnungen von Jérémy einem das salzige Meer schmecken lassen würden. Ganz so erging es mir dabei nicht, aber ich war trotzdem sehr begeistert von den Details, sei es beim Schmuck der Hexe, den Schnitzereien am Schiff, oder den dreckigen und heruntergekommenen Gassen Puerto Blancos.

Was dem Comic sicherlich noch gut tun könnte, wäre ein wenig mehr Dynamik in die Bilder zu bringen, teilweise wirkten sie ein wenig statisch. Das liegt sicherlich auch daran, das die Panele recht konventionell angeordnet sind. Es gibt durchaus eine Abwechslung in Anzahl und Größe. Aber egal ob schmal oder lang, groß oder klein – es bleiben immer Panele, angeordnet in Spalten. Ganz selten mal erlaubt sich ein Panel über zwei Spalten zu gehen. Mit ein wenig Abwechslung in Forum und Anordnung (kleine, ramenlose Panele in einem ganzseitigen Bild, o.Ä.) oder aber mit mehreren Sequenzen kurzschrittiger Bewegungen hätte sich hier sicherlich noch auch aus zeichnerischer Sicht noch ein wenig mehr Spannung in die Bilder gebracht werden können. Nichts desto trotz fesselt das Comic.

IMG_1004

Wer sich übrigens ein eigenes Bild von Jérémys Meisterleistungen machen möchte, findet nicht nur auf seinem Blog einige Bilder zur Entstehung seiner Comics. Er hat auch ein paar Videos von seiner Arbeit gedreht, die so gut sind, dass ich mich schon frage, warum ich eigentlich nicht Comic-Zeichner geworden bin. Schaut sie euch an (aber Achtung, sie sind Teaser auf die späteren Bände):

Eine Leseprobe des Comics findet sich bei Ehapa.

Gesamteindruck und Fazit

Ich denke es ist ziemlich klar geworden, was ich von dem Comic halte. Wenn es schon das Coverbild schafft, mich sofort für ein Comic zu begeistern, dann hat das schon was zu heißen. Wenn ich dieses Heft dann am Gratis Comic Tag beim Händler das erste mal in die Hand nehme, und schon nach dem Aufschlagen der ersten Seiten (nur um zu schauen, ob es denn das ist, was ich erwarte, oder ob ich doch lieber zu etwas anderem greifen sollte), weiß, dass ich es möchte, und dass ich es sehr wahrscheinlich mögen werde – und meine hohen Erwartungen dann auch noch mehr als erfüllt werden – dann hat hier jemand echt ganze Arbeit geleistet. Die Geschichte ist Fantasievoll und Spannend, die Charaktere durchdacht, die Handlungsstränge nachvollziehbar aber nicht vorhersehbar. Und ich weiß: Ich will Band 2 und 3 haben. Und noch mehr: da ich mir vorstellen kann, dass die Bilder im sehr viel größerem Album-Format auf dickem Glanzpapier noch viel besser aussehen, als in dem vorliegendem etwas kleinerem US-Format mit Heftseiten, möchte ich auch den Band 1 noch mal als Album haben.

Daher bewerte ich das Heft wie folgt:

Zeichenstil ★★★★
Erzählstil ★★★★★
Story ★★★★
Gesamteindruck ★★★★★
Insgesamt ★★★★★

Ich habe ein wenig mit mir gerungen, bei den Punkten Story und Zeichenstil, ob ich nicht doch auch 5 Sterne geben sollte. Aber es gibt in beiden bereichen winzige Kleinigkeiten zu bemängeln (siehe oben). Wie gesagt, sie sind winzig, und sie haben keinerlei Auswirkung auf meinen Gesamteindruck. Aber für 5 Sterne sollte es dann doch Perfekt sein, was auf den Erzählstil und den Gesamteindruck definitiv zutrifft.

Für die letzten Comic-Rezensionen habe ich immer den Preis pro Seite ausgerechnet. Ich weiß natürlich, dass das kein Maßstab ist und kein Maßstab sein kann – ich finde es aber schwer, eine Aussage über den Preis eines Heftes zu fällen, weil ja der Umfang, der Druck, die Bindung, etc. ebenfalls eine Rolle spielen, und diese Größe auch keine Aussage über die Qualität trifft. Dennoch hoffe ich, dadurch ein etwas besseres Gespür für die Preise und eine Preisaussage zu bekommen.

Die Comic-Reihe Barracuda erscheint als Hardcover im Album-Format, d.h. etwas größer als ein Blatt DIN A4 (oder, um einen anderen Vergleich zu haben: in der Größe von Bspw. einem Asterix Band), und ist jeweils 56 Seiten stark. Mit einem Preis von 13,99€ liegt es damit bei einem Seitenpreis von 25¢/Seite. Ein Vergleich: Steam Noire kostet genau so viel, The Goon liegt bei 17¢/Seite, kommt dafür allerdings auch nur im Kleinband daher (etwa die hälfte der Größe von Album), The Walking Dead, ebenfalls Kleinband liegt bei 10¢/Seite, ist allerdings schwarz-weiß. Die Weißblechhefte schlagen mit 17¢/Seite zu Buche, allerdings im geklammerten US-Format (entspricht den Gratis Comic Tag-Format!), Marvel Hefte schlagen zwischen 10-12¢/Seite zu Buche, dafür im größeren Format (und teilweise geleimt).

Ich bin vom Preis/Leistungsverhältnis überzeugt, und kann nur dazu raten: Wenn ihr das Heft noch irgendwo als Gratis Heft bekommen könnt, schlagt unbedingt zu. Ansonsten gilt: Unbedingte Kaufempfehlung!

Hier noch einmal eine Zusammenfassung der Rahmendaten:

Anzahl Seiten 56
Anzahl Geschichten 1, kompletter erster Band der Barracuda-Reihe
ISBN des Hardcover-Album der drei erschienenen Bände 978-3-7704-3498-5 // 978-3-7704-3515-9 // 978-3-7704-6759-0
Werbeseiten 0
Werbung/Gesamtseiten 0%
Sonstiges/Gesamtseiten 7%
Comic(s) aus 1. Band
Insgesamt ★★★★★
Bewertung in Worten Sehr gut
Kaufempfehlung Unbedingte Kaufempfhelung

Meine Bewertung (für die Gratis Comics)

Ich habe mir zu Beginn meiner Rezensionen einige Gedanken darüber gemacht, wie man die Comics am besten bewerten könnte, und habe die Ergebnisse dieses Prozesses hier niedergeschrieben, damit ihr meine Bewertung nachvollziehen könnt!

Dir gefällt meine Rezension? Weitere Comic-Rezensionen zu den Gratis Comic Tag – Heften werden nach und nach folgen. Schon veröffentlichte Rezensionen findest Du hier. Wenn Du mich unterstützen willst, schick mir doch Deine nicht mehr benötigten Gratis Comics? Ich werde sie dann ebenfalls in eine Rezension verwandeln. Eine Liste der Comics, die mir noch fehlen findest Du hier. Auch über Kommentare freue ich mich sehr! 🙂

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