Humble Bundle


Ein Beitrag für all die Gamer unter meinen Lesern; ich möchte euch hier nur kurz auf das Humble Bundle V hinweisen, das nun schon nach einigen Aussagen in meinem Freundeskreis absolut lohnenswert ist. Und auch die Artikel die man so findet, sind sich einig, dass hier einige Kracher zu finden sind.

Ich selbst habe mir das Bundle nun auch gerade zugelegt, allerdings noch keines der Spiele getestet (dies wird auch in nächster Zeit wohl noch nicht passieren), möchte aber auch aus einem anderen Grund speziell auf Humble Bundle hinweisen: Ich finde die Grundidee dahinter nämlich absolut genial.

Humble Bundle, oder eigentlich ja Humble Indie Bundle, wie es in diesem Fall richtig heißen müsste, ist ein seit Anfang 2010 bestehendes Projekt, das Ursprünglich von dem Spiele-Entwickler Wolfire Games realisiert wurde, mit dem Erfolg der ersten Veröffentlichung wurde aber zum zweiten Bundle ein eigener Ableger namens “Humble Bundle, Inc.” gegründet, dessen Hauptaufgabe das Zusammenstellen und Verbreiten der so genannten Bundles ist.

So ein Bundle wiederum ist ein Paket bestehend aus einer Hand voll Computerspielen, die man sich kaufen kann.

Interessant hierbei ist, dass es sich um PWYW-Angebote handelt, d.h. ob man nun einen Cent, oder hunderte Dollar für ein Bundle ausgeben möchtest, ist dem Käufer überlassen. Weiterhin bestimmst der Käufer, wer dieses Geld bekommen soll. So kann man sich entscheiden, ob man das Geld der Humble Bundle, Inc. geben möchte, oder aber den Entwicklern, oder einer Auswahl von Hilfsorganisationen spenden möchte. Dazu gibt es einzelne Schieberegler mit denen eine genaue prozentuale Aufteilung möglich ist (neben einigen “Standardeinstellungen”, wie bspw. “Nur Hilfsorganisationen” oder “Nur Entwickler” – unter denen dann gleichmäßig aufgeteilt wird).
Um den Kaufreiz noch ein wenig zu steigern gibt es zusätzliche Features, die dadurch freigeschaltet werden, dass man bestimmte Ziele erreicht. Wer beispielsweise mehr als der Durchschnitt zahlt, bekommt zusätzliche Spiele oder Soundtracks zu den Spielen freigeschaltet, oder aber es werden Spiele nachgereicht, wenn ein bestimmter Gesamtbetrag erreicht wird. Hat man über einen Dollar gespendet, bekommt man einen Spiele-Key für die gekauften Spiele für die Online-Spieleplattform Steam. Teilweise werden Spiele auch bei Erreichen bestimmter Marken quelloffen vertrieben – interessant also für alle, die mal in den Quelltext von einem Spiel gucken wollen. Und – auch das steigert sicherlich den Kaufreiz – jedes dieser Bundles ist nur für eine begrenzte Zeit erhältlich, und damit auch limitiert.

Die Spiele-Hersteller sind unterschiedliche Entwickler aus dem “Independant Bereich”, d.h. Entwickler ohne Geldgeber, die nicht nur die sehr aufwendige Entwicklungsphase selbst tragen (die unter Umständen mehrere Jahre dauern kann, in der absolut kein Umsatz fließt), sondern auch die darauf folgende Vermarktung… und natürlich das komplette Risiko. Dennoch sind die Spiele sehr hochwertig, und die Entwickler ermöglichen sich damit auch komplette Unabhängigkeit beim Entwickeln.

Ich persönlich finde diese Ansätze schon alle sehr unterstützenswert. Weiterhin fördert Humble Bundle indirekt auch das Cross-Plattform-Entwickeln und bereichert damit u.A. die Linux-Welt mit Spielen, und unterstützt die Freiheit, indem es DRM den Kampf ansagt; DRM-free, PWYW, Cross-Plattform und Charity. Wer da noch “Nein!” sagen kann, dem ist auch nicht mehr zu helfen 😀

Aufmerksam geworden bin ich auf Humble Bundle übrigens durch ein absolut geniales Event, das “Humble Bundle: Mojam”, dass in Zusammenarbeit mit der Firma Mojang durchgeführt wurde. Ein Wochenende, genauer 60 Stunden lang – am Stück! – entwickelten die Programmierer des bekannten Independant Spiels Minecraft ein Spiel, dessen Genre und Inhalte aktiv über eine vorhergehende Abstimmung bestimmt werden konnten: Die Entstehung des Ergebnis – ein Shoot’em upstrategy-Spiel im Steampunk-Thema mit Setting im antiken Ägypten – konnte dabei Live per Stream verfolgt werden. Für angehende Informatiker ist das natürlich absolut genial, den Profis mal über die Schulter schauen zu können.

Interessante Statistiken finden sich hier, sehr Aufschlussreich ist auch noch der Abschnitt Analysis des englischen Wikipedia-Artikels, bei dem auch einige Ansichten des Gründer des Projekts, Jeff Rosen, dargelegt werden, die das Gesamte Projekt nur noch sympathischer machen.

9 Bundles gab es bisher, 15 Millionen US-Dollar konnten damit schon an Spendengeldern gesammelt werden! Und, sehr interessant: Durchschnittlich am Meisten bereit zu Zahlen sind diese komischen Open Source Freidenker, diese anarchistischen Linux User – und zwar doppelt so viel wie Windows-User zahlen! Bei einer 3/4-Windows-User Käuferschaft würde man sich dann doch eine viel breitere Linux-Nutzerschaft wünschen 😉

So, und nun noch als letzten kleinen Appetithappen den Trailer zum aktuell laufendem Bundle – wer interessiert ist, sollte sich beeilen! Zwei Tage sind noch Zeit, danach ist das Bundle legal nicht mehr erhältlich!

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